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online seit: 25.10.2014

"Wilki"

 

Grübel … grübel über Plan B.

Klar, ich habe doch eine AHK an meinem Opel und daher geradezu ideal: ein Wohnwagen muß her. Billig sollte er auch sein, also gleich mal in Ebay & Co. schlau machen. So stieß ich im August 2005 auf den „Wilki“, wie er später von mir getauft wurde.

Wilki
Wilki
Wilki

21.08.2005

 

Da Heilbronn auch nicht so weit weg war, ging alles recht schnell. Anrufen … Termin vereinbart, angeschaut und Begeisterung pur angesichts des Luxushäuschens auf Rädern und das bei dem Preis – endlich ein richtiges Bett – quatsch, es sind sogar zwei Betten, Sitzgruppe, Küche und Bad/WC – Wilki war gekauft. Innerhalb einer Stunde war ich mit meiner neuen Errungenschaft am Haken auf dem Weg nach Hause.

 

 
Wilki am Haken

22.08.2005

 

Nun konnte die große Reinigungsaktion bei Helmut zuhause im Hof innen und außen beginnen.

 

 
Wilki
Wilki

 

 
Wilki

23.08.2005

 

Nach der Reinigung und frisch gewaschenen Gardinen wurde Wilki auf die schnelle gemütlich eingerichtet und mit allen wichtigen Hausratsutensilien ausgestattet, stand meinem Foto-Abenteuer im Distanz-Camp "Schwäbische Alb - rauhes Land" für die nächsten 6 Tage nichts mehr im Wege.

 

 
Wilki

 

 

Und ich sage Euch was, es war genial. Morgens bei meinem auf altertümliche Weise mit Gas und Wassertopf gebrühten Filterkaffee schlürfend in der inzwischen gemütlichen Sitzecke sitzen - ne, Kaffeemaschine ging nicht, weil ich ja keinen Stromanschluss im Camp hatte. Keine maltretierten Bandscheiben, kein Umräumen, Klamotten ordentlich im Schrank, Sitzgruppe mußte auch nicht umgebaut werden, hatte ja schließlich 2 Etagenbetten. Einfach super. Ach ... welches Bett soll es nun sein, oben oder unten? Ok, ich teste einfach mal beide ... genügend Nächte habe ich ja dafür.

Schnell war ich der Liebling im Camp geworden, Reitersfreunde haben wohl meinen frischen Kaffee gerochen und im Nu war meine Sitzgruppe (für eigentlich 6 Personen) schnell ausgelastet. Teilweise feierten wir bis spät in die Nacht mit 8 bis 10 Leuten in dem kleinen "Wilki". Und gab die Batterie ihren Geist auf (ich hatte nur noch eine 60 AH-Batterie in der Garage, die auf die Schnelle für diese Reise herhalten mußte), auch kein Problem, im Kerzenschein ging das fröhliche Beisammensein weiter. Ich erlebte eine tolle Woche mit Wilki.

Wieder zuhause hatte ich gerade einen geeigneten Stellplatz für Wilki gefunden und wollte ihn dorthin bringen, da traf mich fast der Schlag am Abend. Leider gibt es auch böse Buben, die im Sept. 2005 in den Wilki einbrachen und dabei die Scheibe einschlugen und die kleine Stereo-Anlage, einen kleinen Fernseher und ein Pavillion klauten. Alle Schränke waren nach Umsetzbarem durchwühlt worden und selbst die Steckdose hatten sie zerstört. Das war ja alles nicht so schlimm, doch die Scheibe zu ersetzen, war nicht einfach bei diesem Baujahr, wie sich später herausstellte.

 

 

Nun begann die Suche nach einem neuen Fenster. Es war unmöglich. Aber Camper müssen improvisieren können, so wurde die Idee, einfach eine neue Kunststoff-Scheibe schneiden zu lassen, in die Tat umgesetzt. Anhand der großen Bruchstücke konnte eine Karton-Schablone angefertigt werden und damit ging es zur Firma, die mir meine Scheibe schneiden konnte. Glück war natürlich, daß die Gummi-Dichtung noch vorhanden war (klar: war ja nicht im Interesse der bösen Jungs) und sie war auch völlig intakt. Die Scheibe mit Gummi neu einzusetzen war nicht einfach und nur mit einem Trick zu schaffen, aber wir schafften es unter vielem Fluchen. Die zerstörte Steckdose konnte auch schnell erneuert werden. Damit war der Einbruch nach dem Aufräumen schnell vergessen, denn die Polizei konnten die Jungs natürlich auch nicht ermitteln.

Da Helmut sich strikt weigerte, mit meinem Wilki Urlaub zu machen, fuhr ich auf die Distanzritt-Events immer alleine und so ging es auch als Normal-Touri mit dem Opel nach Ungarn in ein kleines Ferienhaus. Leider erkrankte ich erneut so schwer, dass ich von diesem 10-tägigen Urlaub nur wenig bis eigentlich nichts berichten kann. Erst im Dez. ging es endlich gesundheitlich wieder aufwärts, da holte mich erneut das Unglück eine Woche vor Weihnachten ein, so dass ich nach der Klinik weiterhin für die nächsten 3 1/2 Monate absolut außer Gefecht gesetzt war.

Dann rief ein Reitersfreund an und erzählte mir, er habe genau das Richtige für mich, ich solle es mir doch mal anschauen. Es wäre ein Wohnmobil, top in Schuß. Meine Güte, was der alles weiß, was für mich richtig ist. Kennen Freunde einem doch besser als man manchmal glaubt?

Ich wollte eigentlich nicht - "ein Wohnmobil kann ich mir nicht leisten" - aber ich ließ mich zum Anschauen überreden. Was daraus geworden ist, erzähle ich auf der nächsten Seite von "Schnauferl".

Und so kam es wie es kommen muß, daß Wilki dringend einen neuen Besitzer brauchte. Der Zufall wollte es, daß jemand für den CP einen Stand-WoWa suchte und mit seinem "Fahr-WoWa" auf dem gleichen Platz neben Wilki stand und diesen dann kaufte.

 

Technische Daten und Erneuerungen/Reparaturen

Wilk Sterncaravan 445 TG

Länge: 5,635 m; Breite 2,01 m; Höhe 2,52 m

Zul. Gesamtgewicht: 850 kg

Erstzulassung: 25.06.1971

Reifen: 165 R 13/82 T (bei meinem Kauf bereits montiert gewesen)

Kober-Auflaufbremse

Die Prüfabnahme beim TÜV in Mannheim im Dez. 2005 war OHNE einen einzigen Mangel. Genial - bei diesem Alter hätte ich das nicht erwartet.

Bei der Gasprüfung klemmte der Prüfer der beauftragten Werkstatt die Gaszufuhr für den Kühlschrank und für die Heizung ab. Das Umluftgebläse der Heizung sowie der Kühlschrank funktionierten aber auf jeden Fall auf Strom und stellten im Camp mit Stromanschluß für mich nicht wirklich einen Mangel dar. Auch benötigte ich die Heizung nicht, da ich nur im Sommer mit Wilki unterwegs war.

Eine neue Außen-Stromsteckdose (kein CEE-, sondern normaler Stecker eines Verlängerungskabels) wurde eingebaut, da die alte an der Klappe defekt war. Somit benötigte ich nur ein Adapterkabel, um am Campingplatz usw. die Stromversorgung herzustellen. Ebenso wurden die Stromkabel der Heckbeleuchtung (Schluß-/Bremslicht) vor der TÜV-Prüfung im Dez. 2005 wieder in den Innenraum verlegt, da der Vorbesitzer offensichtlich notdürftig die Kabel außen verlegt hatte. Die alte Gaslampe bei der Sitzgruppe wurde durch eine 12 V-Lampe mit zwei Röhren getauscht, die getrennt schaltbar waren. Auch eine neue Lampe über dem Esstisch wurde angebracht und ein neuer 12 V-Wasserhahn wurde an der Spüle eingebaut.



 
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